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Terrestrisches Laserscanning Leibniz Tempel Hannover

Terrestrisches Laserscanning Leibniz Tempel Hannover

Jahr:  2006
Laufzeit:  2006-2007
Ist abgeschlossen:  ja

Projektbeschreibung

Zur flächenhaften Erfassung von Objekten finden terrestrische Laserscanner zunehmend Anwendung. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren zur Bestimmung einzelner repräsentativer Punkte zeichnet sich das Verfahren durch eine massenhafte rasterförmige Abtastung aus, die von ihrer Reichweite stärker begrenzt ist. Resultat einer Messung des terrestrischen Laserscannings ist eine flächenhafte Erfassung der Umgebung in Form einer Punktwolke. Diese Eigenschaft ist bei der Kombination der Verfahren  explizit zu beachten.

Um aus den Scanszenen hochwertige referenzierte Modelle abzuleiten, ist eine Reihe von Teilschritten erforderlich. Im Bachelorprojekt war diese mehrteilige Aufgabe von den Teilnehmern eigenverantwortlich über den vorgegebenen Zeitraum eines Semesters zu bearbeiten. Als Objekt diente der Leibniz Tempel im Georgengarten von Hannover, der dreidimensional erfasst und modelliert werden sollte. Das Projekt gliederte sich in zwei Teilaufgaben. Für die Referenzierung in ein übergeordnetes Koordinatensystem   war zunächst ein Anschlussnetz anzulegen, in das die einzelnen Scanszenen transformiert wurden. Im zweiten Schritt wurde dann die so gewonnene, zusammengesetzte Punktwolke modelliert.

Für die Planung des Anschlussnetzes war zunächst die notwendige Anzahl von Scanstandpunkten zu ermitteln, um das Objekt vollständig erfassen zu können. Danach wurde rekursiv abgeleitet, wie viele Scanpasspunkte und wie viele Netzpunkte erforderlich sind. Mehrere Softwarepakete kamen für die die Auswertung zum Einsatz. Die Referenzierung der Scanszenen, also die Transformation der Szenen in das übergeordnete Koordinatensystem, wurde mit dem Programm Z+F LaserControl durchgeführt, eine Entwicklung vom Hersteller des Laserscanners. Die anschließende  Modellierung erfolgte mit dem Programm Leica Cyclone. Die hohe Auflösung des Laserscanners Leica HDS 4500 liefert dabei die Voraussetzung, um aus der Punktwolke ein detailgetreues Modell zu gewinnen. 

Neben dem Kennenlernen der Auswertevorgänge zum terrestrischen Laserscanning vermittelte die Projektarbeit auch Fähigkeiten, ein gemeinsames Projektziel selbstständig in Teamarbeit zu erreichen.   

 

Abbildung: Scan des Leibniz Tempels Hannover