StudiumAbschlussarbeiten
Kombination von Farbbildern und terrestrischen Laserscans für ingenieurgeodätische Aufgaben

Kombination von Farbbildern und terrestrischen Laserscans für ingenieurgeodätische Aufgaben

Betreuung:  Harald Vennegeerts
Bearbeitung:  Jörn-Asmus Paulsen
Jahr:  2009
Laufzeit:  2009
Ist abgeschlossen:  ja

Die hohen Abtastraten des terrestrischen Laserscannings ermöglichen eine detailgetreue Erfassung vonObjekten. Diese hohen räumlichen Auflösungen sind jedoch mit einer entsprechend langenAufnahmezeit verbunden. Kürzere Erfassungszeiten und damit höhere Wiederholungsraten sind nur bei geringeren räumlichen Auflösungen möglich.Bei der Distanzmessung des Laserscannings werden Remissionswerte der Objekte in Form von Helligkeitsvariationen registriert. Ein Farbeindruck entsteht nur, wenn zusätzliche bildgebende Sensorenintegriert werden. Die Farbinformation beschleunigt dabei nicht nur den Wahrnehmungsprozess. Die bildgebenden Sensoren ermöglichen aufgrund der simultanen Erfassung hohe zeitlicheWiederholungsraten und bieten in Kombination mit terrestrischen Laserscannern neue Einsatzmöglichkeiten für die Ingenieurgeodäsie.

In der Bachelorarbeit untersuchte Herr Paulsen, wie sich beide Sensortypen prinzipiell für ingenieurgeodätische Aufgaben ergänzen. Anhand von Testszenarien wurden die Remissionswerte  der Laserdistanzmessung mit den Helligkeitswerten der Farbbilder für  unterschiedliche Aufnahmekonstellationen und Objektive verglichen. Dies wurde sowohl für einzelne als auch fürzusammengesetzte Bilder durchgeführt, wie sie für das Kolorieren eines gesamten Rundum-Scans notwendig sind. Für die gescannten, kolorierten Szenen resultierten Verschiebungen zwischen Remissionswerten des Scanners und Helligkeitswerten der Fotos, die im Raum wenige Millimeter betragen. Diese Translationen wurden mithilfe einer Kreuzkorrelation ermittelt. Daneben wurden in der
Arbeit auch wirtschaftliche Aspekte im Hinblick auf Investition und Zeitaufwand betrachtet. Es zeigt sich, dass die zusätzlichen Investitionen für die Ausstattung zur Erfassung und Auswertung der Farbbilder im Verhältnis zum Laserscanner zwar gering sind, der zusätzliche Zeitaufwand für das Einfärben von Punktwolken jedochbei dem verwendeten Verfahren mit dem 2.5-fachen des Scanaufwands zu veranschlagen ist.