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Innovatives Flächenmanagement am Stadtrand von Nienburg

Betreuung:A. Weitkamp
Studierende:J. Bureick, C. Rink, J.P. Schween, H. Seidel, A. Wünsch
Laufzeit:2009-2010

Bild Innovatives Flächenmanagement am Stadtrand von Nienburg

Abbildung: Die Verfahrensgebiete in Nienburg

Projektbeschreibung

Die Stadt Nienburg plant derzeit im Süden eine Umgehungsstraße zur Verkehrsentlastung der Innenstadt. Der Bau erfordert zur Bereitstellung der benötigten Verkehrsflächen, eine Neuordnung der Eigentumsverhältnisse und eine Anpassung des bestehenden Wege- und Gewässernetzes. Für die Realisierung stellt die ländliche Bodenordnung die Unternehmensflurbereinigung als Instrument zur Verfügung. Gleichzeitig ist die Ausweisung von Wohnbauland in guter, innerstädtischer Lage in der Nähe der geplanten Unternehmensflurbereinigung mit einer Baulandumlegung geplant.

Zurzeit werden diese Flächen landwirtschaftlich genutzt. Im Rahmen des Projektseminares 2009/2010 des Lehrgebietes Flächen- und Immobilienmanagement des Geodätischen Institutes stehen die Möglichkeiten einer Kombination von städtischer und ländlicher Bodenordnung im Mittelpunkt. Praktisch unterstützt wurde die studentische Arbeit durch die GLL Sulingen und die Stadt Nienburg (Weser).

Für die geplante Wohnbaulandentwicklung wurde der zukünftige Bedarf an Bauland in der Stadt Nienburg ermittelt, die Vermarktungsdauer abgeschätzt und die Bodenwerte bestimmt. Es wurden basierend auf der berechneten Umlegung Vorschläge zur Optimierung der Planung (B-Planentwürfe) entwickelt. Für die Durchführung der Unternehmensflurbereinigung wurde im Rahmen des Projektseminars ein Wege- und Gewässerplan (§ 41 FlurbG) erarbeitet. Anschließend wurden die Auswirkungen der Eingriffe auf die Natur in den beiden Gebieten – basierend auf verschiedenen Modellen – abgeschätzt und Kompensationsmaßnahmen vorgeschlagen. Über gemeinsame Kompensationsflächen besteht die Möglichkeit, die Verfahren zu verknüpfen.

Die Kombination von ländlicher und städtischer Bodenordnung bietet u.a. die Gelegenheit, gemeinsame Kompensationsflächen zu realisieren. Die hierzu notwendigen gesetzlichen Möglichkeiten zur Kombination beider Verfahren wurden während des Projektseminars geprüft. Zudem wurde die Kombination beider Verfahren anhand einer Stärken- und Schwächen-Analyse sowohl aus Sicht der Gemeinde als auch der betroffenen Eigentümer untersucht. Es hat sich gezeigt, dass die Kombination der Verfahren erfolgversprechend ist und sich Synergieeffekte einstellen werden.

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