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Überwachung von großen Ingenieurbauwerken am Beispiel der Schleuse Uelzen I und II

Betreuung:J. Grabowski, R. Heer, C. Hesse, H. Neuner, H. Suhre
Studierende:N. Drieschner, M. Gottwald, S. Horst, D. Martens, D. Menger, I. Neumann, M. Olchawa, M. Schramm, P. Sieczkiewicz, F. Verwold
Laufzeit:2003-2004

Bild Überwachung von großen Ingenieurbauwerken am Beispiel der Schleuse Uelzen I und II

Projektbeschreibung

Unmittelbar nach der Fertigstellung eines jeden Bauwerkes setzt sich ein Alterungsprozess ein, in dessen Verlauf vermehrt Schäden auftreten, die häufig langwierige Sanierungsarbeiten mit sich ziehen. Während dieser Arbeiten kann das Bauwerk nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden, so dass erhebliche Kosten auf Seiten der Betreiber wie auch der Nutzer entstehen. Um solche Reparaturmaßnahmen zu optimieren oder von vornherein Entschei­dungen hinsichtlich vorbeugender Maßnahmen treffen zu können, sind regelmäßige Über­prüfungen des Bauwerkes notwendig.

Diese können mit geodätischen Mitteln und Prüfverfahren aus dem Bereich des Bauingenieurwesens durchgeführt werden. Die Problematik der Überwachung großer Bauwerke steht bei dem diesjährigen Projektseminar im Mittelpunkt und soll am Beispiel der Schleusen Uelzen I und II behandelt werden. 

 An der Schleuse Uelzen I treten während eines Schleusungsvorganges aufgrund einer Wasserstandsänderung von 23 m in nur 15 Minuten erhebliche Deformationen der Kammerelemente auf. Diese Verformungen lassen sich mit verschiedenen geodätischen Messverfahren aufdecken und wurden bereits in vier durchgeführten Projektseminaren in den Jahren 1978, 1986,  1995 und 1999 nachgewiesen. Bei den aufzudeckenden Bewegungen des Bauwerkes handelt es sich um kurzperiodische elastische Verformungen, die sich mit langperiodischen und irreversiblen Deformationen überlagern. Diese langfristigen Deformationen sind die Hauptursache für die aufgetretenen dauerhaften Schäden an der Schleuse I und sollen quantitativ und qualitativ beschrieben werden. Dazu muss bei der Auswertung eine getrennte Betrachtung der beiden Anteile unter Einbeziehung der Einflussgrößen erfolgen. Für das Wintersemester 2003/04 sind die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema der Bauwerksüberwachung am Beispiel der Schleuse Uelzen durch Referate sowie eine Aufbereitung der Messungen und Erfahrungen aus bisherigen Arbeiten vorgesehen. Während des einwöchigen Projektpraktikums gilt es, mit zahlreichen modernen und automatisierten Messverfahren die kurzperiodischen Verformungen zu erfassen und das Überwachungsnetz auszumessen. In der daran anschließenden Auswertephase, die im Sommersemester angesiedelt ist, soll aus den Netzmessungen und den Messdatenreihen eine langfristige Komponente der Verformung abgeleitet und zusammen mit einer kurzperiodischen Komponenten und den Einflussgrößen zu einem Deformationsmodell zusammengeführt werden. Die Abbildungen zeigen die Schleusenkammer der Schleuse Uelzen I und die Baustelle der Schleuse Uelzen II.

 

Schleuse Uelzen

 

 

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