Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: GIH/Geodätisches Institut Hannover
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: GIH/Geodätisches Institut Hannover
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Aufbau eines Kontrollnetzes im Bodensenkungsgebiet Wunstorf

Studierende:J. Alves, S. Ebert, N. Lindenthal, C. Richard, A. Sabbagh, S. Sprengel, S. Zaddach
Laufzeit:2006-2007

Bild Aufbau eines Kontrollnetzes im Bodensenkungsgebiet Wunstorf

Projektbeschreibung

Das 1898 in Betrieb genommene Kaliwerk Sigmundshall liegt im Ort Bokeloh, westlich der Stadt Wunstorf. Bodenbewegungen aufgrund des Bergbauswurden schon lange vermutet und auch messtechnisch erfasst. Darausresultierende Probleme oder gar Schäden sind jedoch nie aufgetreten. Bis 2001 waren die Bodenbewegungen im Bereich Wunstorf vermessungstechnisch höchstens ein Thema der Grundlagenvermessung in der Landesvermessung.Lokale Probleme bei Katastermessungen traten erst mit der Einführung undbundesweiten Vereinheitlichung des SAPOS®-Dienstes im Jahre 2001 auf.

Die Definition von Qualitätsstandards für die Echtzeitvernetzung fordert für einenoptimalen Modellierungsprozess sowie eine nutzerseitig zuverlässige undschnelle Mehrdeutigkeitslösung eine Koordinatengenauigkeit von ± 10 mm Standardabweichung im Bezugssystem ETRS89. Ein wesentlicher Aspektdabei ist, dass diese hohe relative Genauigkeit über die Grenzen eines Landeshinaus bundesweit homogen realisiert sein muss, um insbesondere den Ansprüchenüberregionaler SAPOS®-Nutzer zu genügen. Im Bereich des Salzabbaugebieteszeigte sich jedoch, dass diese Forderungen hier nicht eingehaltenwerden konnten und insbesondere Störungen der nachbarschaftlichen Bezüge innerhalb der Katastervermessung auftraten und noch auftreten, für die offenbar Bodensenkungen und Bodenverschiebungen verantwortlich sind, die aus demSalzabbau resultieren.

Im Rahmen des Projektseminars wurden die Gesamtproblematik des Bergbausund die daraus resultierenden Bodenbewegungen betrachtet. Dazu wurdenwährend des Seminars folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Untersuchung der geologischen Gegebenheiten,
  • Ursachenforschung der Punktbewegungen,
  • Messmethoden und Einflussgrößen,
  • Erarbeitung eines Netzentwurfes,
  • Abschätzung der erreichbaren Genauigkeiten und
  • Beobachtungs- und Auswertestrategien.

Das Ziel des Projektseminars war die genaue Erfassung und Modellierung der Punktbewegungen im Bereich des Salzstockes Bokeloh. Es wurde eine hochgenaueund verlässliche Nullmessung durchgeführt, die als nachhaltigeReferenz für zukünftige Folgemessungen und Deformationsanalysen dienenwird. Die Messmethoden, die der Nullepoche zugrunde gelegt wurden, sind GPS-Messungen, das Präzisionsnivellement und die Relativgravimetrie.

Übersicht