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Methodik zur Kalibrierung eines TLS- und kamerabasierten Multisensorsystems

Methodik zur Kalibrierung eines TLS- und kamerabasierten Multisensorsystems

Betreuung:  Ulrich Stenz, Ingo Neumann
Bearbeitung:  Karina Finke
Jahr:  2013
Laufzeit:  2013
Ist abgeschlossen:  ja

Ein Forschungsschwerpunkt im Bereich Ingenieurgeodäsie am Geo­dätischen Institut sind Echtzeit-Multisensorsysteme mit dem Fokus auf Sensorfusion und Datenintegration sowie drahtlosen Vernetzung und Prozesssteuerung.

Im Rahmen des Forschungsprojektes IRIS Geo3D wird am Geodätischen Institut ein Multisensorsystem bestehend aus einem terrestrischen Laserscanner (TLS) und einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) entwickelt. Durch die Kombination dieser beiden hochauflösenden Sensoren werden zwei redundante Datensätze (Punktwolke des TLS und Foto der DSLR) erfasst. Eine Erfassung des identischen Objektraumes mit zwei unterschiedlichen Sensoren bildet hier eine wesentliche Grundlage für die Gewährleistung der Rechtssicherheit der erfassten Geodaten.

Die Aufnahmezentren beider Sensoren differieren um sechs Freiheitsgrade (DOF). Um den geodätischen Ansprüchen an die Qualität der erfassten Daten, die Gewährleistung der Rechtssicherheit und allgemein die gemeinsame Auswertung der beiden Datensätze (Datenintegration) zu ermöglichen, wurde ein geeignetes Testszenario sowie ein geeigneter Auswerteansatz entwickelt, um diese sechs DOF (drei Rotationen um die Koordinatenachsen, drei Translationen entlang der Koordinatenachsen) zu bestimmen. Die Ansätze wurden prototypisch in Matlab implementiert.