ForschungAbgeschlossene Forschungsprojekte
Engagement für Umnutzungen in ländlichen Räumen

Engagement für Umnutzungen in ländlichen Räumen

Leitung:  Winrich Voß, Alexandra Weitkamp
Team:  Isabelle Klein, Carolin Blaumann
Jahr:  2011
Förderung:  EFRE
Laufzeit:  11/2011 - 02/2014
Ist abgeschlossen:  ja

Projektbeschreibung

Viele ländliche Räume geraten derzeit immer mehr unter Druck. Demografischer Wandel und fortlaufender landwirtschaftlicher Strukturwandel hinterlassen ihre Spuren und stellen die Dörfer vor neue große Herausforderungen. Dabei gibt es in den ländlichen Räumen große Unterschiede zwischen den Dörfern, ihren Problemen und ihren Zukunftsperspektiven. Während viele Dörfer mit Leerständen und Defiziten in der Infrastruktur zu kämpfen haben, können andere Dörfer weiterhin auf stabile Strukturen bauen. Da den ländlichen Räumen besonders in Niedersachsen eine große Bedeutung als Wohn- und Wirtschaftsraum zukommt, stellt sich die Frage, welche Faktoren künftig ausschlaggebend sind, auch um die Funktions- und Tragfähigkeit infrastruktureller Einrichtungen und die Lebensqualität der ländlichen Räume zu bewahren.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Dörfer fallen immer häufiger Wörter, wie Kooperation, Vernetzung, Selbstorganisation und Nachhaltigkeit. Dabei wird immer öfter von der Eigenverantwortung und dem Engagement der Bevölkerung gesprochen. Es kann die These aufgestellt werden, dass das Engagement in strukturschwachen Dörfern bzw. Regionen eine größere Rolle spielen wird als in denen mit (noch) stabilen Rahmenbedingungen.

Mit dem neuen Forschungsprojekt "Engagement für Umnutzungen als Impulsgeber in ländlichen Räumen" greift die Leibniz Universität Hannover dieses aktuelle Thema auf. Ziel ist es, Beweggründe und Gestaltungsmöglichkeiten von Engagement zu untersuchen und herauszufinden, wie die Rahmenbedingungen und die Motivation für Engagement gefördert werden können. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Bedeutung für die Behebung und Umnutzung von Leerständen und eine nachhaltige Dorfentwicklung. Es stellt sich die Frage: Wie kann Engagement identifiziert, unterstützt und für eine positive Entwicklung der Gemeinde nutzbar gemacht werden?

Das Projekt wird durch die Europäische Union gefördert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Seit November 2011 kooperieren das Institut für Umweltplanung und das Geodätische Institut der Leibniz Universität Hannover dazu mit verschiedenen niedersächsischen Gemeinden. In den kommenden zwei Jahren werden sie das Engagement und seine Wirkung in Gemeinden mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen erforschen. Als Kooperationspartner des Projektes wirken mit: Ovelgönne, Eisdorf, Leiferde, Bunde und Weener sowie in der Region Hasetal, insbesondere die Stadt Löningen.

Gemeinschaftsprojekt mit dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover: 
Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Dr. Pia Steffenhagen, M. Sc. Linda Funke